Skip navigation  Suche | Sitemap | Impressum
Seiten in Deutsch anzeigen | Show side in English translation
 
Startseite Waldorfpädagogik Interne Organisation

"100 Prozent Schule ist nicht für 60 Prozent des Geldes zu bekommen"

Steinbeis-Gutachten in Schleswig-Holstein bestätigt erneut Verstöße gegen die verfassungsgemäße Unterstützung freier Schulen

(Stuttgart/Kiel/Erfurt) – Der Bund der Freien Waldorfschulen fordert erneut mehr Gerechtigkeit bei der Finanzierung von Schulen in freier Trägerschaft. Eine groß angelegte Studie des Steinbeis-Transferzentrums Wirtschafts- und Sozialmanagement stützt dieses Anliegen. Im Zuge der Untersuchung von Schülerkosten an allgemein bildenden öffentlichen Schulen, die von der in Darmstadt ansässigen Software AG-Stiftung in Auftrag gegeben wurde, haben die Wissenschaftler ermittelt, was die Schulbildung in Deutschland wirklich kostet. Die Ergebnisse werden nach Bundesländern differenziert veröffentlicht, jetzt liegen die Zahlen für Schleswig-Holstein vor. Wie in Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen kommen die Wissenschaftler auch hier zu dem Ergebnis, dass die tatsächlichen Kosten pro Schüler an staatlichen Schulen deutlich über den bisher veröffentlichten Angaben liegen.

Mit der Diskussion über PISA wurde auch die Frage des Zusammenhangs der Qualität des deutschen Bildungssystems mit den Kosten der Schulausbildung in den Blick gerückt. Freie Schulen erhalten durch die jeweilige Landesgesetzgebung abgesicherte Zuschüsse, die, je nach Höhe der ermittelten Schülerkosten, von Land zu Land variieren. Das entscheidende Fazit der Untersuchung von Schülerkosten in bisher fünf Bundesländern ist jedoch identisch: In allen Fällen liegen sie deutlich über den von den jeweiligen Landesregierungen angenommenen Kosten. Für die Schulen in freier Trägerschaft wie die Waldorfschulen hat das weit reichende Konsequenzen: In ihrer Forderung nach einer angemessenen Unterstützung durch die öffentliche Hand, ist der Vergleich der Ausbildungskosten ein wichtiges Argument; denn die Kosten pro Schüler an öffentlichen Schulen bilden zumeist die Bemessungsgrundlage für die Bezuschussung der freien Schulen.

Bisher hat lediglich ein Bundesland – Hamburg – die Finanzhilfe für freie Schulen an die tatsächlichen Kosten der staatlichen Schüler gekoppelt. In Thüringen dagegen plant die Regierung weitere Kürzungen bei den freien Schulen. „Statt immer neue Haushaltskürzungen zu forcieren, müssen die Länder endlich zu einem ausgewogenen Verhältnis in den Aufwendungen für staatliche und freie Schulen kommen“, fordert Hans-Jürgen Bader, Justiziar des Bundes der Freien Waldorfschulen. Diese Forderungen sind nicht nur wissenschaftlich, sondern auch verfassungsrechtlich begründet. 1.500 bis 1.600 Euro Schulgeld bezahlen Eltern eines Waldorfschülers im Schnitt pro Jahr, im Einzelfall sogar mehr als 2.000 Euro. Nach den Maßstäben des Bundesverfassungsgerichts ist das wesentlich mehr, als den Eltern nach dem Sonderungsverbot des Grundgesetzes zugemutet werden darf. Danach sollen freie Schulen für die Kinder aller Bürger unabhängig von ihrem Einkommen zugänglich sein. „Da stellt sich die Frage, was unserer Gesellschaft die Bildung ihrer Kinder wirklich wert ist. 100 Prozent Schule ist eben nicht für 60 Prozent des Geldes zu bekommen“, sagt sich Bernd Hadewig, Vorstandmitglied des Bundes der Freien Waldorfschulen. „Wie auch die aktuellen Zahlen aus Schleswig-Holstein belegen, entspricht die Bezuschussung definitiv nicht den verfassungsrechtlichen Vorgaben.“ Die Untersuchung auch der Kosten in Thüringen hält er nun für unverzichtbar: „Offenbar muss Bundesland für Bundesland untersucht werden, bis man das Problem auch im letzten Land verstanden hat.“

zk-ado

Herausgeber: Bund der Freien Waldorfschulen

Hans-Jürgen Bader, Wagenburgstraße 6, 70184 Stuttgart, Tel. 0711-21042-0, bader@waldorfschule.de

Redaktion: Zeeb Kommunikation, Anja Dowidat, Hohenheimer Str. 58a, 70184 Stuttgart Tel. 0711-6070719, info@
Presseerklärung NRW - Waldorfschulen verteilen Bildungsgutscheine an Politiker

03.03.2008
Pressemeldung der LAG Ba-Wü zur Didacta 2008

29.02.2008
Unterlassungsklage des Bundes
Der Bund der Freien Waldorfschulen e.V. geht gegen
29.02.2008
Waldorfschulen gegen Diskriminierung
Stuttgarter Erklärung (download)   Die
03.03.2008
Neuer Vorstand
Nach umfangreicher Strukturreform mit neuem Bundesvorstand
30.10.2007
Waldorfschulen untersagen NPD Namensmissbrauch
NPD-Internetseite kündigt gesetzwidrig Waldorflandschulheim
30.10.2007
Jahrespressekonferenz 2007
Freie Schulen leisten bedeutenden pädagogischen
12.07.2007
An Waldorfschulen geringste Fremdenfeindlichkeit und geringste Anzahl von Gewalttätern
Die tendenziöse Vermischung verschiedener Ergebnisse
12.07.2007
Jetzt alle Landeshauptstädte mit Waldorfschulen
In Erfurt nahm die 200. deutsche Waldorfschule den
29.11.2006
Untersuchungsbericht zu den Schulausgaben der Jahre 1995-2003
Neuer wissenschaftlicher Untersuchungsbericht zu
29.11.2006
Gehirnforschung
80 Jahre waldorfpädagogisches Konzept naturwissenschaftlich
29.11.2006
UNESCO-Jugend- Festival
Pressespiegel  Rückblick Jugendfestival
31.07.2006
Bilder der Internationalen Monatsfeier
Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Bernd Schuster
17.07.2006
UNESCO-Festival
Esslinger Zeitung - 2.8.2006 Heimkehr nach Libanon
03.08.2006
Noten sind weder nützlich noch nötig
Neue wissenschaftliche Expertise bestätigt Waldorfpädagogik
19.07.2006
Interkulturelle Waldorfschule Mannheim
Konzept für erfolgreiche Integration: die Interkulturelle
29.05.2006
Waldorfpädagogik - bewährtes Konzept ohne Ländergrenzen
Vor den Landtagswahlen in der politischen Diskussion:
21.03.2006
Kämpfen für das Recht auf Kindheit
Waldorfpädagogischer Schwerpunkt auf der Didacta:
06.03.2006
Presseinformation Preisträger 2005
Forschergeist, Geschäftssinn und musisches Talent (Stuttgart)
10.03.2006
Steinbeis-Gutachen
Steinbeis-Gutachten in Schleswig-Holstein bestätigt
07.12.2005
Wie teuer ist Bildung wirklich und was ist sie der Gesellschaft wert?
Die Waldorfschulen machen sich für Transparenz in
07.12.2005
Globalisierung im besten Sinne
Das internationale Engagement der Waldorfpädagogik
07.12.2005
Die Einheitsschule ist längst Waldorf-Praxis
Waldorfpädagogen sehen ihre Schulstruktur durch PISA
07.12.2005
Pädagogisches Konzept mit Zukunft
(Stuttgart) - Mit einer großen Abschlussveranstaltung,
17.12.2004
Schulvielfalt wider Zentralabitur
[Download PDF, DOC] Kommt jetzt die waldorfeigene
07.12.2005