Impfungen
In jüngerer Zeit wurden
einzelne Waldorfschulen mit der epidemischen Verbreitung von Kinderkrankheiten
und Impfboykotten in unmittelbare Verbindung gebracht. Der Bund der Freien
Waldorfschulen erklärt dazu:
Der Bund der Freien
Waldorfschulen empfiehlt allen Eltern, sich bezüglich der Impfungen von ihrem Arzt beraten
zu lassen. Er gibt weder selbst noch durch seine Mitgliedseinrichtungen diesbezügliche
Empfehlungen an Eltern.
Die Pflichten der
Schulen sind im Übrigen durch das Infektionsschutzgesetz (IFSG §§ 33, 34, 35, 36) festgelegt. Die
Einrichtungen des Bundes der Freien Waldorfschulen beachten die Vorschriften des
Gesetzes.
Der Bund der Freien
Waldorfschulen respektiert die allgemeinen Impfempfehlungen. Eine
verantwortungsvolle Impfentscheidung kann jedoch nur - nach eingehender
ärztlicher Beratung - die individuelle
Entscheidung der sorgeberechtigten Eltern für ihre Kinder sein.
Die
Entscheidungsfreiheit der Eltern für oder gegen eine Impfung ist
verfassungsrechtlich gedeckt.
Die Kritik,
Waldorfschulen beförderten die Ausbreitung von Kinderkrankheiten, ist
unzutreffend.
Über den Bund der Freien
Waldorfschulen e.V.
Die deutschen
Waldorfschulen haben sich zu einem Bund der Freien Waldorfschulen e.V. mit Sitz
in Stuttgart zusammengeschlossen. Die föderative
Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt
aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. Korporative Mitglieder sind
derzeit 212 Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen sowie acht Seminare/Hochschulen
für Waldorfpädagogik. Daneben gibt es rund 1.900 persönliche Mitglieder.
Die erste Waldorfschule
wurde 1919 in Stuttgart eröffnet. Nach 87 Jahren Waldorfpädagogik gibt es heute
weltweit über 1.000 Waldorfschulen
sowie 2.000 Kindergärten und Förder-Einrichtungen in allen Erdteilen, darunter
auch in Israel, Südafrika und
Ostasien.
Herausgeber:
Thekla Walker
Wagenburgstraße 6
70184 Stuttgart
Tel. 0711-2104225
walker@waldorfschule.de
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