Stadt Gerlingen, Frankfurt/Oder und Lahn-Dill-Kreis in der Waldorf-Stiftung
Als erste Kommune in Deutschland hat sich die Stadt Gerlingen bei Stuttgart mit einer finanziellen Einlage in die Waldorf-Stiftung eingebracht und sich zum Zustifter erklärt. Damit gibt es neben Privatpersonen, Schulen, Firmen und anderen juristischen Personen nun auch eine kommunale Gebietskörperschaft im Stiftungskreis. Mit dieser Entscheidung verbinden wir die Hoffnung, dass weitere Gemeinden, Städte oder Landkreise diesem Beispiel folgen werden.
Die Stadt Gerlingen fasste den Beschluss entgegen der Empfehlung des Deutschen Städtetags und bringt damit selbstbewusst ihr kommunales Selbstbestimmungsrecht zum Ausdruck. Ausschlaggebend war die Tatsache, dass seit Jahrzehnten kontinuierlich Kinder aus Gerlingen die drei Waldorfschulen in Stuttgart besuchen und damit die Waldorfpädagogik auch für eine Stadt wie Gerlingen Bedeutung hat.
Diesem Beispiel folgten im Jahr 2002 der Lahn-Dill-Kreis in Hessen und im Jahr 2004 die Stadt Frankfurt/Oder und beteiligten sich mit einer Einlage als Zustifter an der Waldorf-Stiftung. Die Waldorf-Stiftung hofft, dass sich weitere Kommunen, die eine Waldorfschule als Bereicherung ihres Bildungsangebots erleben, als Zustifter beteiligen werden.
12. Oktober 2004
Hansjörg Hofrichter
Bund der Freien Waldorfschulen
hofrichter@waldorfschule.de
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