Waldorfschüler engagieren sich für benachteiligte Kinder
24. März 2009
Bundesweiter „WOW-Day“ 2009 – weil wir in einer Welt leben
Stuttgart/Berlin. Kreativ, konkret, gemeinsam: Am 29. September 2009 stellen die 213 Waldorfschulen in Deutschland ihre Kreativität unter Beweis, indem sie sich gemeinsam für benachteiligte Kinder einsetzen, denen dadurch konkret geholfen werden kann. An einem Tag arbeiten die Waldorfschüler in Deutschland für Kinder in der ganzen Welt – Waldorf One World.
Vor 90 Jahren hat die erste Waldorfschule in Stuttgart ihre Pforten geöffnet. Heute ist daraus eine weltweite Bewegung mit mehr als 1 000 Schulen geworden. „Eines haben diese verschiedenen Waldorfinitiativen gemeinsam: die Begeisterung für eine Pädagogik, die sich am Kind orientiert“, erläutert Holger Niederhausen von den „Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners“. Die „Freunde“ setzen sich für die internationale Waldorfbewegung ein und vermitteln Freiwilligendienste in alle Welt. Gemeinsam mit dem Bund der Freien Waldorfschulen begeistern sie die Schulen für den bundesweiten WOW-Day. Denn die Waldorfschulen im Ausland erhalten vielfach gar keine staatliche Unterstützung für ihre wichtige Arbeit und sind daher auf Spenden angewiesen.
Die Waldorf-Initiativen im Ausland zu unterstützen und damit die Welt ein kleines Stück zu verbessern und zu verändern, war der vielfache Wunsch der Schülerinnen und Schüler in Deutschland. „Viele Schüler waren berührt von den Bedingungen, unter denen Schule z.B. in Entwicklungsländern funktionieren muss, und gleichzeitig begeistert von so viel Initiative“, erklärt Olivia Girard, Projektleiterin bei den „Freunden“. Eine Möglichkeit zu unterstützen ist der WOW-Day. Ein solcher bundesweiter Aktionstag kann viel bewirken: 2004 haben 112 deutsche Waldorfschulen 356.000 € für benachteiligte Kinder in Afrika gesammelt. Diese Hilfe kommt direkt und ohne Umwege an und kann die Welt im Kleinen verändern, wenn z.B. Frauen aus den Townships um Kapstadt eine Erzieherinnenausbildung machen können und dann ihr eigenes „Educare Centre“ eröffnen. „Viele kleine Kinder verbringen dadurch nicht mehr trostlose Tage auf der Straße, sondern werden liebevoll betreut“, erklärt Girard den Zusammenhang.
Neben der Begeisterung für die Wohltätigkeit können die Schülerinnen und Schüler an diesem „Tag für die weltweite Brüderlichkeit“ auch erleben, dass sie Weltbürger im besten Sinne werden können.
Man darf gespannt sein, wie die verschiedenen Waldorfschülerinnen und -schüler ihr kreatives Potential für den guten Zweck einsetzen werden: Von „Eintags-Arbeitsplätzen“ in Firmen oder bei Nachbarn über Kuchenverkauf, Pantomime oder Zirkusvorstellungen in der Fußgängerzone bis hin zu Benefizkonzerten oder Sponsorenläufe ist alles denkbar.
Weitere Informationen finden Sie unter www.freunde-waldorf.de/wow2009
Kontakt:
Olivia Girard - Freunde der Erziehungskunst: berlin@freunde-waldorf.de
Peter Augustin - Bund der Freien Waldorfschulen: pr@waldorfschule.de
Über den Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Die deutschen Waldorfschulen haben sich zu einem Bund der Freien Waldorfschulen e.V. mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. Korporative Mitglieder sind derzeit 213 Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen sowie acht Seminare/Hochschulen für Waldorfpädagogik. Daneben gibt es rund 1.900 persönliche Mitglieder.
Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart eröffnet. Nach 90 Jahren Waldorfpädagogik gibt es heute weltweit über 1.000 Waldorfschulen sowie 2.000 Kindergärten und Förder-Einrichtungen in allen Erdteilen, darunter auch in Israel, Südafrika und Ostasien.
Herausgeber:
Bund der Freien Waldorfschulen
Peter Augustin
Wagenburgstraße 6
70184 Stuttgart
Tel. 0711-2104240
pr@waldorfschule.de
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