Waldorfpädagogik auf der didacta: Dialog im Vordergrund
28. Januar 2009
„Waldorfpädagogik aktuell“ veranstaltet Sonderschau zum Thema „Bildungshäuser“
Stuttgart/Hannover. Die diesjährige Präsenz der Waldorfpädagogik auf der Bildungsmesse didacta in Hannover steht ganz im Zeichen des Dialogs.
Wie soll die Schule der Zukunft aussehen? Was brauchen Kinder in den einzelnen Phasen ihres Lebens? Kann es ein umfassendes pädagogisches Konzept für die Jahre 0 bis 18 geben? Was bedeutet interkulturelles Lernen in der täglichen Praxis einer Schule in einem sozialen Brennpunkt? Sind Bildungshäuser, in denen Kindergarten und Schule eine Symbiose eingehen, wirklich zukunftsweisend oder droht hier nicht eine Vereinnahmung des Kindergartens durch die Schule?
Zu diesen und weiteren Fragen will die Waldorfpädagogik Anregungen und Beispiele aus 90 Jahren alternativer Schulpraxis geben und so einen produktiven Beitrag zur allgemeinen Bildungsdebatte liefern.
Der Bund der Waldorfschulen, die Vereinigung der Waldorfkindergärten und andere Aussteller werden auf einer gemeinsamen Sonderschau (Halle 17 – D39) in vielfachen Veranstaltungen herausarbeiten, wie man „Brüche“ in der Biografie der Kinder vermeiden kann.
„Die Waldorfpädagogik ist ein umfassendes pädagogisches Konzept, das das Kind in seiner Entwicklung von 0 bis 18 in den Mittelpunkt stellt“, erläutert Walter Riethmüller vom Vorstand des Bundes der Waldorfschulen. „Dieses Alleinstellungsmerkmal bietet die Möglichkeit, Bildungshäuser als Lebens- und Lernorte zu gestalten und damit einen einheitlichen Bildungsgang von 0 bis 18 zu realisieren“ so Riethmüller weiter.
Täglich ist auf der Sonderschaufläche auch das Konzept des Entdeckenden Lernens in der „Natur-Werkstatt- ein Lebensraum für Kinder“ zu sehen.
Der Bund der Freien Waldorfschulen bietet außerdem Informationen über den Ausbildungsweg des Waldorflehrers und –Erziehers sowie über freie Stellen an den Waldorfschulen sowie ein breites Literaturspektrum aus der Arbeit der Forschungsstellen des Bundes.
Halle 16 Stand B31
Weitere Literatur der Waldorfpädagogik vor allem im Elementar- und Primarbereich findet sich am Stand des Verlags Freies Geistesleben
Halle 17 Stand D43
Achtung Pressetermin:
Bei einem Pressefrühstück am Freitag, 13.02.2009 11 Uhr auf der Sonderschaufläche „Bildungshäuser“ (Halle 17 – D39) sollen die aktuellen Bildungsfragen kontrovers diskutiert werden.
Als Diskussionspartner stehen zur Verfügung: Henning Kullak-Ublick vom Bund der Freien Waldorfschulen, Dr. Wolfgang-Michael Auer und der Bildungsexperte Reinhard Kahl.
Über den Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Die deutschen Waldorfschulen haben sich zu einem Bund der Freien Waldorfschulen e.V. mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. Korporative Mitglieder sind derzeit 212 Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen sowie acht Seminare/Hochschulen für Waldorfpädagogik. Daneben gibt es rund 1.900 persönliche Mitglieder.
Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart eröffnet. Nach 90 Jahren Waldorfpädagogik gibt es heute weltweit über 1.000 Waldorfschulen sowie 2.000 Kindergärten und Förder-Einrichtungen in allen Erdteilen, darunter auch in Israel, Südafrika und Ostasien.
Herausgeber:
Bund der Freien Waldorfschulen
Peter Augustin
Wagenburgstraße 6
70184 Stuttgart
Telefon 0711-2104240
pr@waldorfschule.de
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