Verfahren um "Schwarzbuch" abgeschlossen

Die juristischen Auseinandersetzungen um das "Schwarzbuch Waldorf" des Autors Michael Grandt sind beendet.
Der Bund der Freien Waldorfschulen hatte das Gütersloher Verlagshaus (zu Random House gehörend) verklagt, weil das 2008 erschienene Buch falsche bzw. irreführende Tatsachenbehauptungen enthält, was gerichtlich weitgehend bestätigt wurde. Unter anderem zitierte Grandt aus einer vorgeblichen wissenschaftlichen Studie der Universität Salzburg, die nicht existiert. Der Bund der freien Waldorfschulen hatte zuvor auf die fehlende Seriosität des Buches aufmerksam gemacht und dem Verlag ein klärendes Gespräch angeboten. Da der Verlag erst nach der Auslieferung zu einem Gespräch bereit war, musste gerichtliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Der „Schwarzbuch“-Autor Grandt hat sich inzwischen anderen Themen, wie etwa der Existenz von UFOs, zugewandt.

Über den Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Die deutschen Waldorfschulen haben sich zu einem Bund der Freien Waldorfschulen e.V. mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. Korporative Mitglieder sind derzeit 213 Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen sowie neun Seminare/Hochschulen für Waldorfpädagogik. Daneben gibt es rund 1.900 persönliche Mitglieder.
Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart eröffnet. Nach 90 Jahren Waldorfpädagogik gibt es heute weltweit über 1.000 Waldorfschulen sowie 2.000 Kindergärten und Förder-Einrichtungen in allen Erdteilen, darunter auch in Israel, Südafrika und Ostasien.

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