Gemeinsam Lernen von 0 bis 18 Jahren
„didacta – die Bildungsmesse“ vom 19. bis 23. Februar 2008 in Stuttgart: Waldorfpädagogische Sonderschau zum Thema einheitlicher Bildungsgang
(Stuttgart) – Gemeinsames Lernen ohne verfrühte Festlegungen – dieses Thema wird in Zeiten der Diskussionen um PISA, G8 und Grundschulempfehlung immer bedeutender. Waldorfschulen und Waldorf-Kindergärten aus Baden-Württemberg präsentieren auf ihrer Sonderschaufläche im Rahmen der Bildungsmesse didacta in Stuttgart den „einheitlichen Bildungsgang von 0 bis 18 Jahren“.
Bei der Verteilung der Kinder auf Gymnasien, Real- und Hauptschulen, wie sie beispielsweise in Baden-Württemberg rigoros praktiziert wird, spielen die Vorstellungen von Eltern und Schülern kaum eine Rolle. Die Waldorfpädagogik lehnt derart rigorose „Verfahren“ entschieden ab. An Waldorfschulen geht man davon aus, dass sich zu keinem Zeitpunkt eine allgemeingültige, standardisierte Empfehlung hinsichtlich der Bildungslaufbahn formulieren lässt.
Die Bildungsbiographie eines jeden Kindes verläuft individuell. Standardisierte Empfehlungen werden den Kindern nicht gerecht, sie sollen stattdessen von den verantwortlichen Pädagogen individuell begleitet werden. Aus diesem Grund praktizieren Waldorfschulen seit ihrer Gründung vor nahezu 90 Jahren erfolgreich die Gemeinschaftsschule bis Klasse 12.
Ein Kind lernt mit allen Sinnen. Ein durchgängiger, einheitlicher Bildungsplan vom Kleinkind über das Kindergartenkind zum Schulkind kennzeichnet den waldorfpädagogischen Weg. Deshalb treten Kindergarten und Schule auf der didacta-Sonderschaufläche unter dem Motto „Wachsendes Klassenzimmer“ gemeinsam auf. Der Stand wechselt sein Aussehen von Tag zu Tag, und Schüler verschiedener Waldorfschulen zeigen, wie sie ihre kognitiven, fremdsprachlichen, sozialen und künstlerischen Fähigkeiten entwickeln.
Am Stand wird es verschiedene Diskussionsforen geben: „Schüler-Streit-Schlichter“ stellen ihr innovatives Mediationsprojekt vor, Fragen nach Integration und interkulturellem Unterricht werden diskutiert, und Vertreter aus Wissenschaft und Forschung diskutieren mit ehemaligen Waldorfschülern die Frage „Macht Waldorfpädagogik lebenstüchtig?“
Waldorf auf der didacta 19. bis 23. Februar 2008 in Stuttgart
- Freie Waldorfschulen: Halle 3/Stand 3A77
- Sonderschau zum Thema „Einheitlicher Bildungsgang von 0 bis 18 Jahren“: Halle 3, Stand 3A71
- Die Sonderschau wird gemeinsam getragen und organisiert von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg und der Vereinigung der Waldorf-Kindergärten Baden-Württemberg e.V.
P.A.
Über den Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Die deutschen Waldorfschulen haben sich zu einem Bund der Freien Waldorfschulen e.V. mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. Korporative Mitglieder sind derzeit 208 Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen sowie acht Seminare/Hochschulen für Waldorfpädagogik. Daneben gibt es rund 1.900 persönliche Mitglieder. Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart eröffnet. Nach 87 Jahren Waldorfpädagogik gibt es heute weltweit über 1.000 Waldorfschulen sowie 2.000 Kindergärten und Förder-Einrichtungen in allen Erdteilen, darunter auch in Israel, Südafrika und Ostasien.
Herausgeber:
Bund der Freien Waldorfschulen
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Redaktion:
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