Jetzt alle Landeshauptstädte mit Waldorfschulen
In Erfurt nahm die 200. deutsche Waldorfschule den Unterricht auf
(Stuttgart/Erfurt) - Mit Schuljahresbeginn 2006/2007 hat in Erfurt die 200. deutsche Waldorfschule den Unterricht aufgenommen. Damit gibt es auch in der bundesweit letzten Landeshauptstadt eine Waldorfschule. Gleichzeitig setzt sich 2006 der Trend der vergangenen Jahre fort: Mit einer Steigerung von zwei Prozent bei den Schülerzahlen verzeichnen die deutschen Waldorfschulen nach wie vor ein stetiges Wachstum. Insgesamt besuchen deutschlandweit rund 80.000 Schüler eine Waldorfschule.
Für 27 Schüler, vier Lehrer und zwei Erzieher begann am 4. September 2006 im Erfurter Stadtteil Bischleben der Unterricht nach Waldorf-Lehrplan. Eine Eingangs- (Vorschulklasse) und eine erste Klasse starteten erfolgreich ins erste Schuljahr.
Nicht
nur der Wunsch nach einer Alternative bei der Schulwahl, sondern auch
die Begeisterung für die Waldorfpädagogik führte bereits im Juni 2005
dazu, dass sich Eltern, Pädagogen und Förderer zur "Gründungsinitiative
Freie Waldorfschule Erfurt e. V." zusammenschlossen. "Die Zeit für eine
Waldorfschule in Erfurt war reif", sagt deren Sprecherin Andrea Fabry.
Dass es in den kommenden Jahren mehr Anmeldungen als Schulplätze geben
wird, zeichnet sich bereits ab: "Für das nächste Schuljahr haben wir
aktuell 35 Anmeldungen; damit sind unsere Kapazitäten auch fast
ausgeschöpft." Das zunehmende Interesse an alternativen Schulkonzepten,
insbesondere an Waldorfschulen ist ein bundesweiter Trend. Die
Waldorfpädagogik hat seit der ersten Schulgründung stetig neue Anhänger
gefunden. Auf der Delegiertentagung des Bundes der Freien
Waldorfschulen, die vom 17. bis 19. November 2006 in Überlingen
stattfand, traten dem Bund erneut sechs Schulen bei - darunter die
Waldorfschule in Erfurt. So gibt es in Thüringen nun fünf
Waldorfschulen - bundesweit sind es damit 203 Schulen; hinzukommen rund
500 Waldorf-Kindergärten.
zk-big - 29. November 2006
Über den Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Die
deutschen Waldorfschulen haben sich zu einem Bund der Freien
Waldorfschulen e.V. mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen. Die
föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule
unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr.
Korporative Mitglieder sind derzeit 203 Waldorf- und
Rudolf-Steiner-Schulen sowie acht Seminare/Hochschulen für
Waldorfpädagogik. Daneben gibt es rund 2.700 persönliche Mitglieder.
Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart eröffnet. Nach 87 Jahren Waldorfpädagogik gibt es heute weltweit über 1000 Waldorfschulen sowie 2.000 Kindergärten und Förder-Einrichtungen in allen Erdteilen, darunter auch in Israel, Südafrika und Ostasien.
Herausgeber:
Bund der Freien Waldorfschulen
Thekla Walker
Wagenburgstraße 6
70184 Stuttgart
Tel. 0711-2104225
walker@waldorfschule.de
Redaktion:
Zeeb Kommunikation
Angelika Mathes
Hohenheimer Str. 58a
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info@zeeb.info
Archiv 2006
- Die Welt zu Gast an der Waldorfschule
- Ein friedliches Miteinander in der Schule ist möglich
- Entscheidungshilfe zur Bildungsdiskussion
- Ergebnisse moderner Gehirnforschung stützen waldorfpädagogische Praxis
- Forschergeist, Geschäftssinn und musisches Talent
- Gäste des UNESCO-Welt- Jugend-Festivals bleiben auf unbestimmte Zeit in Stuttgart
- Jetzt alle Landeshauptstädte mit Waldorfschulen
- Kämpfen für das Recht auf Kindheit
- Noten sind weder nützlich noch nötig
- Stellungnahme des Bundes der Freien Waldorfschulen zur umstrittenen „Waldorfschule“ Kempten
- Waldorfpädagogik - bewährtes Konzept ohne Ländergrenzen